heart – Herning Museum of Contemporary Art, Herning, Dänemark

heart – Herning Museum of Contemporary Art

Ausstellungsgalerien, insbesondere für Gast-Ausstellungen, müssen sehr hohen Anforderungen gerecht werden, damit auch Exponate aus dem Besitz anderer Museen ausgestellt werden können. Das für dieses Museum entwickelte Konzept nutzt den ortsspezifisch hohen Grundwasserstand, die Jahresdurchschnittstemperatur von ca. 8 ° C, hohe diffuse Strahlung sowie die kalten Winter.
Das Museum wurde in verschiedene Zonen unterteilt, zum Beispiel die Galerien und die Wandelhallen, um die Konzeptstrategien für höchstmöglichen Nutzerkomfort und Energieeffizienz zu optimieren.
Vertikale Oberlichter im nach oben gewölbten Dach versorgen die Räume mit natürlichem Licht und lassen gleichzeitig die optimale Menge an Tageslicht auf die Wände fallen. Die Skylights der Galerie sind nach Norden ausgerichtet, was direktes Sonnenlicht und Blendung verhindert. Bewegliche Jalousien wurden installiert, um die Lichtmenge gemäß der Anforderung der Ausstellung regulieren zu können.
Bodenheizung und Kühlung aktiviert die thermischen Gebäudemassen als Wärmequelle oder Wärmesenke. Darüber hinaus wird ein Quellluftsystem verwendet, um die Galerien und das Auditorium mit Frischluft zu versorgen und weiter zu konditionieren. Die Wandelhallen und Bürozonen puffern die Galerien von der Außenumgebung ab und sind aufgrund ihrer gemäßigten Anforderungen natürlich belüftet.
Die 50 Meter tiefen Geothermiebohrungen dienen der freien Kühlung und als Wärmeableitung für die Kältemaschinen. Dies System ist in Dänemark das erste seiner Art und erwies sich als sehr energie- und kosteneffizient. Steven Holl deckte einen Teil der zusätzlichen Kosten mit einem Anteil seines Honorars und unterstreicht damit sein Engagement für einen solch ganzheitlichen Designansatz.

heart – Herning Museum of Contemporary Art

Energy Concept