SMART GREEN |
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Am 20. und 21. August 2010 findet in Bad Nauheim das Symposium Smart Green zum Thema Gesundheitsförderung durch Landschaftsarchitektur statt. Neben vielen anderen Experten der verschiedensten Fachdisziplinen referiert Dr. Wolfgang Kessling aus unserem Büro in München über Außenkomfort, Klimabewertung und Konzepte zur Verbesserung in feucht-heißen Klimaten. Grünräume im Siedlungsbereich werden von der Bevölkerung als Ort der Entspannung, zum Ausgleich in Belastungssituationen und für aktive Gesundheitspflege wahrgenommen und genutzt. Landschaftsarchitekten wirken mit, durch angemessene räumliche Verteilung, ausreichende Dimensionierung und durch optimale Gestaltung öffentlicher Freiräume die genannten Wirkungen bestmöglich zu fördern. Nicht erst mit der Umweltbewegung der 70er Jahre haben Sozialreformer sich darüber Gedanken gemacht und Vorschläge erarbeitet, wie der bedrückenden Enge der Städte und den daraus resultierenden gesundheitlichen Schäden durch das richtige Freiraumangebot entgegen gewirkt werden kann. Sie haben bereits aus damaliger Sicht Mindeststandards abgeleitet und bei der Siedlungsentwicklung umgesetzt. Seit 2003, mit dem Start der COST-Aktion der EU E39 – Forests, Trees and Human Health and Wellbeing, gibt es – zumindest in der Fachwelt – neuen Auftrieb auch für unser Thema. |
Verschiedene Forschungsprojekte befassen sich seitdem mit der Qualität öffentlicher Freiräume als Mittel zur Gesundheitsförderung, um im Zeitalter der Kostenexplosion im Gesundheitssystem, des Demographie- und Klimawandels, zunehmender Urbanisierung bei wachsender Mobilität, Antworten zu finden auf die Fragen, welche räumliche Qualität innerstädtische Freiräume besitzen müssen, um die menschliche Gesundheit nachhaltig positiv zu beeinflussen und wie sie aussehen müssen, um möglichst gut angenommen und genutzt zu werden. Das Symposium ist der Versuch, die komplexen Zusammenhänge zwischen Freiraum und Gesundheit im Hinblick auf die gesundheitsfördernde Wirkung von Landschaftsarchitektur herauszuarbeiten und Investitionen im öffentlichen Raum insbesondere auch als nachhaltige Maßnahme der Gesundheitsförderung aufzuzeigen. Es sollen dabei Konzepte, Ideen und experimentelle Ansätze vorgestellt werden, die landschaftsarchitektonisch und interdisziplinär entwickelt sind, die die Eindömmung gesundheitsschädlicher Einflüsse und Risikofaktoren zum Ziel haben, die damit neue interdisziplinäre Arbeitsfelder und Kooperationsmöglichkeiten für Landschaftsarchitekten eröffnen und dem Berufsstand sowie benachbarten Disziplinen fundierte Argumentationshilfen für den Arbeitsalltag liefern. |
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Quelle: Smart Green-Flyer |
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