Gymnasium Ergolding, Ergolding, Deutschland

Gymnasium Ergolding

Der Passivhaus-Standard sieht vor, Wärmeverluste durch eine luftdichte, isolierte Gebäudehülle zusammen mit einer mechanischen Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung zu minimieren. Solare Gewinne werden genutzt und so der Wärmebedarf reduziert.
Nach Analyse des Baugeländes in Ergolding wählte das Designteam die Lösung, die maximale Raumqualität bei minimalem Energiebedarf gewährleistet. Die Hybrid-Lüftung, basierend auf intermittierender natürlicher Belüftung ist nicht vollständig im Einklang mit dem Passivhaus-Standard, bietet aber eine hervorragende Luftqualität. Die eingesparten Kosten durch die Minimierung des mechanischen Lüftungssystems ermöglichten die regenerative Energieversorgung.
Das Gebäude steht am südlichen Ende des Grundstücks. Die Erschließungsflure sind Richtung Süden gebaut und bilden einen natürlichen Lärmschutz gegen die dort angrenzende Bundesstraße. So sind die Klassenzimmer nach Norden ausgerichtet, benötigen keine Verschattung und haben einen Blick auf den ruhigen Park mit See. Oberlichter sind in den Trennwänden zwischen Fluren und Klassenzimmern, so bekommen die Klassenräume von zwei Seiten Licht, unterstützt durch Licht-Lenksysteme, die in die Flurverglasung integriert sind. In allen Klassenzimmern und Fluren dient eine Bauteilaktivierung zur Grundlastabdeckung, je nach Bedarf zum Heizen oder Kühlen. Erdsonden mit geothermischer Wärmepumpe ermöglichen freie Kühlung im Sommer und liefern Niedertemperaturwärme im Winter. Bei tiefen Temperaturen im Winter sorgt die Gasheizung über zusätzliche Heizkörper in den Klassenzimmern für Wärme.
Der gesamte Primärenergieverbrauch des Gebäudes liegt 50% unter der Anforderung der EnEV und 20% niedriger als ein Passivhaus-Standard mit Gaskesselheizung.

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