Ende September nahm Christian Frenzel an der offiziellen Gründung der neuen DGNB-Initiative „Allianz für CO₂-Entnahme im Bau“ teil. Insgesamt 42 Gründungsmitglieder kamen in der DGNB-Geschäftsstelle in Stuttgart sowie virtuell zusammen, um gemeinsam den Startschuss für die Initiative zu geben. Die Allianz verfolgt das Ziel, die aktive Entnahme und langfristige Speicherung von Kohlendioxid im Kontext der gebauten Umwelt voranzubringen und dafür geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen.
Die Initiative knüpft an die Erkenntnis an, dass die Reduktion von Treibhausgasemissionen allein nicht ausreichen wird, um die Klimaziele zu erreichen. Ergänzend dazu müssen Wege gefunden werden, CO₂ dauerhaft aus der Atmosphäre zu entnehmen und zu speichern. Die Bau- und Immobilienbranche kann dabei eine wichtige Rolle übernehmen, etwa durch den Einsatz biogener oder CO₂-speichernder Materialien sowie neuer Verfahren zur langfristigen Kohlenstoffbindung in Gebäuden und Infrastrukturen.
„Wir müssen CO₂ nicht nur weniger emittieren, sondern auch aktiv entnehmen“, so Christian Frenzel. Ziel der Allianz ist es, einen belastbaren und bewertbaren Rahmen für solche Maßnahmen zu entwickeln. Dadurch sollen Anreize geschaffen werden, CO₂-Speicherung stärker in Bauprojekten zu verankern und ihr Potenzial für den Klimaschutz sichtbar zu machen.
Die Allianz will Wissen bündeln, Innovationen fördern, Praxisanwendungen voranbringen und politische Rahmenbedingungen mitgestalten. Damit soll die gebaute Umwelt künftig nicht nur emissionsärmer werden, sondern auch einen aktiven Beitrag zur langfristigen Bindung von Kohlendioxid leisten.