Max Aicher Arena, Inzell, Deutschland
Die bestehende Eisschnelllaufbahn und das Eishockeyfeld wurden überdacht und eingehaust, um auch bei ungünstigen Außenbedingungen optimale Bedingungen für Training und Wettkampf zu gewährleisten. Dabei ist zu berücksichtigen, dass in der Regel im normalen Betrieb Hochleistungstraining der deutschen sowie internationaler Mannschaften bzw. Breitensport mit maximal 150 Personen stattfindet. Große Veranstaltung wie ein Weltcup und Eisspeedway (3.500 Zuschauer) oder eine Eisschnelllauf-WM (7.000 Zuschauer) an nur einem Tag pro Saison bilden eine Ausnahme.
Für das Projekt wurden als Zielsetzungen optimale Trainings- und Wettkampfbedingungen für die Sportler, blendfreie Tageslichtnutzung, keine Nebelbildung oder Kondensation und ein im Vergleich zu anderen Eisschnelllaufhallen deutlich reduzierter Energiebedarf definiert. Dazu wird die Hallenluft adsorptiv entfeuchtet, die Luftströmungen für Sportler und Zuschauer sind getrennt, die Eisschnelllaufbahn ist über das transluzente Dach natürlich belichtet. Der Kältebedarf ist durch eine low-e Ebene („textiler Kälteschirm“) zwischen Eisfläche und Dach reduziert, die den infraroten Strahlungsaustausch behindert.
Durch die Nutzung der Abwärme aus der Eiskälteerzeugung und der Wärmeerzeugung aus Biomasse wird ein geringer Primärenergiebedarf erreicht. Rauchversuche während der Inbetriebnahme und zahlreiche persönliche Rekorde während der WM 2011 haben gezeigt, dass die Max Aicher Arena Inzell einen hohen Komfort und „schnelles Eis“ für die Sportler bietet. Des weiteren zeigen die Betriebserfahrungen, dass der Primärenergiebedarf im internationalen Vergleich um ca. 30 % geringer ist.
2013 IOC/IAKS Award - Bronze
2012 Green Good Design Award
2012 Wessobrunner Architekturpreis Destinction
2011 World Sports Building of the Year