Stadtteilentwicklung Paketpost Quartier, München, Deutschland

Das denkmalgeschützte Betongebäude der 18.350 m² großen Paketposthalle in München soll zu einer Kultur- und Begegnungsstätte umgebaut werden und auf dem weitgehend brachliegenden Grundstück ein lebendiges gemischt genutztes Quartier entstehen, für das unter anderem in zwei Hochhäusern Wohnungen, Hotelnutzung, Büros, Kleingewerbe und Kultur- und Begegnungsstätten geplant werden.

Im Rahmen des Bebauungsplan-Verfahrens hat Transsolar Gutachten zu den Bereichen Energieversorgung, Mikroklima, Besonnung und Verschattung, Windum- und -Durchströmung des Quartiers erstellt, sowie erste Berechnungen zur vorgesehenen DGNB-Zertifizierung durchgeführt.

So konnte gezeigt werden, dass durch geschickte Anordnung der Baumassen die Durchströmung des Areals gewährleistet werden kann und vor allem mittels Begrünung und Flächenentsiegelung gemäß dem Schwammstadt-Prinzip das Mikroklima optimiert wurde. Die Dächer der neuen Gebäude sowie falls möglich (Denkmalschutz) das gewölbte Dach der Paketposthalle selber werden großflächig mit Photovoltaik belegt, wobei auch hier durch Kombination mit Dachbegrünung das Mikroklima optimiert wird. Der Anschluss an die Fernwärme der Stadt München ist vorgesehen und wird durch geothermisch betriebene Wärmepumpen zur Bereitstellung der Heiz-Grundlast und regenerativen Kälteversorgung ergänzt.

Die Optimierung der Form der Hochhäuser und die Gestaltung der Fassaden mit einer gewissen „Rauhigkeit“ verringern die Luftgeschwindigkeiten, die sich im Aufenthaltsbereich um die Hochhäuser entstehen. Auch die entsprechende Anordnung von Bäumen auf dem Areal reduzieren die Windgeschwindigkeiten für die Passanten und lassen komfortable Außenräume entstehen.