TSA Uganda Dorm 17. März

Ein letztes virtuelles Treffen des gesamten Teams begann mit der Information über ein Designupdate. Der Entwurf des Traktes mit den Waschräumen und Toiletten wurde geändert, um ihn zu vereinfachen und alle Installationen von einer Seite aus zugänglich zu haben. Statt der äußeren Mauer mit den Durchbrüchen ist nun eine geschlossene Wand mit einem hoch angesetzten Durchbruch auf ganzer Breite als Lichtschlitz auf der Südseite sowie gegenüber einer offenen Seite vorgesehen.
Eine Grau-, und/oder Brunnenwasser-Nutzung wird vermutlich entfallen, wahrscheinlicher wird ein Anschluss an die städtische Wasserversorgung. Aber ein letztes Wort ist noch nicht gesprochen. Der Wunsch nach Regenwassernutzung wird aufrecht gehalten; ein Kosten-Nutzenvergleich ist dafür erforderlich.
Etwas besser sieht es für die Photovoltaik aus, da für diese eine andere Quelle zur Finanzierung möglich scheint.
Die Fellows der Transsolar-Academy haben ihre Tageslicht-Studie gezeigt und erläutert. Das Ergebnis ist abhängig von der Größe der Fensteröffnungen, da aber erwartet wird, dass diese recht groß ausfallen müssen ist die Tageslichtversorgung eher kein Problem.
Ein horizontal angebrachter fester Sonnenschutz über den Fenstern kann ab ca. 10 Uhr vor zu viel Einstrahlung schützen. Alternativ wurde eine Möglichkeit aufgezeigt, die im persönlichen Projekt eines früheren Jahrgangs der Academy von Talia Quesada entworfen wurde: Ein vor das Fenster gesetzter, kastenförmiger Sonnen- und Sichtschutz mit integriertem Wäschetrockner. Eine robuste Lösung die kostengünstig vor Ort aus lokal verfügbarem Material gefertigt werden kann.

Um thermischen Komfort und gute Durchlüftung für acht Personen pro Raum sicher zu stellen, müssen die luftdurchlässigen Flächen sowohl auf Fenster- als auch auf Türenseite groß sein, ca. 4,5 bis 6 m², um dem geschätzten nächtlichen Bedarf eines achtfachen Luftwechsels pro Stunde mit natürlicher Durchlüftung decken zu können.
Dass die Kostenschätzung hier mangels belastbarer Zahlen nur sehr ungenau ausfällt, haben die Academy-Fellows ein Excel-Berechnungstool bereitgestellt, das rasch genauere Werte ausgibt, wenn für gewählte Materialien deren Preise ermittelt sind und mit den benötigten Größen eingegeben werden.
Da sich die Academy 7 ihrem Ende zuneigt und sich das Team damit auflöst, wird Michelle Hur diejenige sein, die die Kontakte aufrecht erhält und bei Bedarf auch für weitere Unterstützung sorgt. Alle Fellows sind weiterhin am Projekt interessiert und möchten erfahren, wie sich das Dormitory weiterentwickelt.