Supermarkt, Weyarn, Deutschland

Supermarkt

Der Supermarkt wurde am Rand des Ortes errichtet. Durch eine Böschung teilweise eingegraben und sein begrüntes Dach, erscheint er von dort aus gesehen mehr als Hügel in der Landschaft als ein Gebäude: Ein grüner Supermarkt. Anlieferung und Lager sind in dieser Böschung versteckt. Große Dachüberstände über der Glasfassade auf der offenen Seite schützen das Innere im Sommer vor Überhitzung, daher braucht es keinen zusätzlichen Sonnenschutz. Ein Großteil des Marktes ist also passiv verschattet. In Verbindung mit einer nächtlichen Durchlüftung über Oberlichter und der vorhandenen thermischen Masse reichen diese Strategien aus, dass das Gebäude vollständig, auch im heißen Sommer wie der von 2018, ohne mechanische Kühlung auskommt.
Wie von Transsolar vorgeschlagen, ist die Bodenplatte aktiviert und dient im Winter zum Heizen (über lokale Fernwärme): Weil deshalb die in der Musterbeschreibung der Marktkette vorgesehene Luftheizung entfällt, ist die benötigte Luftmenge deutlich (um ein Drittel) reduziert, was im Betrieb Energie einspart.
Über einen leichten Windfang, daneben ein Backshop, betritt man den Markt; eine Holzkonstruktion überspannt seinen Innenraum. Licht kommt durch die gläserne Fassade in den Raum sowie durch die Oberlichter und wird (ausschließlich) durch LED-Beleuchtung ergänzt. Letztere geht sparsam mit elektrischer Energie um und erzeugt wenig Abwärme. Bei den Kühlvitrinen wird die Abwärme im Winter zu Heizzwecken genutzt und im Sommer direkt nach außen abgeführt.
Transsolar hatte für das Projekt weitere Vorschläge, um Energiebilanz und Klimakomfort noch mehr zu verbessern, wie große Oberlichter und Photovoltaik auf dem Dach bzw. eine Quelllüftung. Obwohl diese nicht verwirklicht wurden, sind wir dennoch sehr zufrieden mit „unserem ersten“ Supermarkt.

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