Connect Ideas, Maximize Impact

Symposium in Stuttgart – 29. Juni 2012

Im Jahr 2012 feierte Transsolar sein 20jähriges Jubiläum Das nahmen wir als Anlass, über den Wirkungsgrad unseres Ansatzes „high comfort, low impact“, also „hoher Nutzerkomfort bei möglichst geringem Einfluss auf die Umwelt“, laut nachzudenken. Wir haben weltweit an vielen Projekten mit gearbeitet, dennoch finden sich diese nicht überall, sondern eher nur in immer wieder den gleichen Ländern. Wir haben von dort, wo wir waren, zwar viel Erfahrung und Wissen zusammengetragen, aber überall auf der Welt finden kreative Köpfe neue kreative Lösungen. Wir sind in der Lage bessere Gebäude und Lebensräume zu schaffen und dennoch werden global gesehen die Probleme immer schlimmer, wie Klimawandel, Landflucht und Verstädterung.

Angesichts dessen stand die Frage im Raum, wie soll die Arbeit der nächsten 20 Jahre aussehen? Sollen wir so weitermachen wie bisher? Sollen wir etwas ändern? Sollen wir gar aufgeben? Daher haben wir unsere engsten Partner und Vordenker eingeladen, um zu diskutieren: "Was müssen wir tun, um unseren maximalen Beitrag zu leisten, den weltweiten CO2-Ausstoß bestmöglich zu reduzieren und gute Gebäude zu schaffen, die dem gerecht werden.

Hier die Videos des Symposiums

Beim Symposium waren sich die Beteiligten einig, dass man über die Qualität der Städte nachdenken muss, was über Energieverbrauch und CO2 Ausstoß noch hinausgeht. Dazu müssen Probleme jeweils spezifisch identifiziert und verstanden werden, damit man Lösungen dafür findet. Lösungen, die kreativ und progressiv sind, aber auch einfach, damit jeder sie für sich nutzen kann. Ein wesentlicher Motor unserer Wertschöpfungen ist das Entwickeln und Verknüpfen von Ideen, darüber waren wir uns einig.. Aber wir wissen auch, dass es findige Köpfe überall auf der Welt gibt, zu denen wir kaum Kontakt bekommen. Beim Symposium hatten wir die Möglichkeit für einen direkten weltweiten Gedankenaustausch untereinander, wenn auch nur kurz. Der Wunsch kam auf, dies fortsetzen zu können. Dabei wurde klar, dass ein qualitativ wirklich hochwertiger Gedankenaustausch insbesondere dann möglich ist, wenn man sich Angesicht zu Angesicht befindet. Wie also könnte man so ein „Jeder-lernt-von-jedem“ in die Tat umsetzen? So wurde das Symposium 2012 mit zur Geburtsstunde unserer Academy.

EU Klimaziele 2050

Gebäude tragen heute zu ca. 40 % des Endenergieverbrauchs bei. Die Europäische Union hat sich zum Ziel gesetzt, den Energieverbrauch nur allein im Gebäudesektor im Jahr 2050 auf 10 % zu reduzieren und über alle Bereiche auf 20 % des Ausgangswertes von 1990. Leider werden Einsparungen noch immer häufig durch den sogenannten Rebound-Effekt aufgefressen: Spezifische Einsparungen pro Quadratmeter Wohnfläche werden durch mehr Wohnfläche pro Person kompensiert. Die spezifische Wohnfläche hat z. B. in den IEA-Staaten seit 1990 um ca. 37 Prozent zugenommen. Unter dem Strich sinkt der spezifische Energieverbrauch pro Person so nicht. Umdenken ist angesagt.

Klar ist, diese Klimaziele können nicht allein durch eine intelligenter gemachte Architektur erreicht werden. Alle gesellschaftlichen Bereiche, wie Wohnen, Mobilität, Konsum, Ernährung, Produktion und Wirtschaft sind, einer groben Klassifikation von CO2- Rechnern folgend, hier angesprochen. Dies ist keine wirklich neue Erkenntnis, doch wo wird das wirklich ganzheitlich verhandelt?

So erweitert man die Betrachtung von Energieverbräuchen und Schadstoffemissionen vom Intelligenten Gebäude hin zur Intelligenten Stadt. Anders wird es nicht machbar sein. Und dabei ist nicht zu vernachlässigen, dass Häuser und Städte ja eigentlich nicht zum Energiesparen da sind, sondern zum Leben, Wohnen und Arbeiten. Das macht es nicht einfacher, verleiht dem Thema aber universelle Bedeutung, disziplinübergreifend und in weltweit zu differenzierenden Zusammenhängen. Wesentliche erste Erkenntnis: Städte sind weitaus mehr als nur eine Anhäufung von Häusern.